| Land | Katalonien, Spanien |
| Jahr | 2022 |
| Betroffene Gruppe/Minderheit | Katalanischsprachige |
| Täter | Nationalpolizei |
| Fallart | Hasshandlung |
| Art der Handlung | Straftat / Inhaftierung einer Person |
| Medien | Physikalische Interaktion |
| Reaktionen | Es fand ein Protest statt; Plataforma per la Llengua wandte sich an das Gericht. |
Kurzbeschreibung:
Das Opfer (eine katalanischsprachige Muslimin mittleren Alters) ging zur Polizeistation in Terrassa, um ihren Pass und Personalausweis zu verlängern und bat um die Dokumente, die ihre Eltern für einen Besuch benötigten. Dort wurde sie wegen ihrer katalanischsprachigen Äußerung schlecht behandelt, von einem Polizisten bedrängt und gezwungen, Spanisch zu sprechen.
„Sie müssen Spanisch sprechen, denn wir sind in Spanien“, erklärte der Beamte.
Als die Frau das Polizeirevier verließ, wurde sie von den Beamten wegen angeblicher „Beleidigung“ festgehalten und gegen ihren Willen festgehalten, weil sie sich angeblich geweigert habe, ihre Personalien anzugeben. Dies entsprach offensichtlich nicht der Wahrheit, da die Frau die Polizeiwache aufgesucht hatte, um ihre Dokumente zu verlängern. Ihr wurde jedoch auch „Respektlosigkeit“ vorgeworfen, weil sie von ihrem Recht Gebrauch machte, die Minderheitensprache zu sprechen.
Da die Beamten sich eines Verbrechens der Nötigung, der Urkundenfälschung, der Freiheitsberaubung und eines Verbrechens gegen die moralische Integrität des Bürgers schuldig gemacht haben sollen, beantragte Plataforma per la Léngua beim Amtsgericht Terrassa, die beiden bereits identifizierten Beamten vorzuladen und die Polizeistation anzuweisen, alle Beamten sowie die Aufnahmen der Überwachungskameras zu identifizieren.
Weitere Informationen zu dem Fall erhalten Sie unter:
Foto
www.plataforma-llengua.cat