Land Katalonien, Spanien
Jahr
2022
Betroffene Gruppe/Minderheit Katalanischsprachige
Täter Die örtliche Polizei von Barcelona
Fallart Hassrede
Art der Handlung Verbal
Medien Physikalische Interaktion
Reaktionen Plataforma per la Llengua unterstützte die Berufung des Opfers und verurteilte den Fall

 

Kurzbeschreibung:

Im Dezember 2022 hielten zwei Beamte der Guardia Urban in Barcelona eine Gruppe junger Katalanen an. Die Polizisten forderten sie auf, sich auszuweisen. Als die jungen Männer ihre Ausweise vorzeigten, fragte einer von ihnen, warum sie angehalten worden seien. Als der Polizist auf Spanisch antwortete, wies der Mann darauf hin, dass er das Recht habe, auf Katalanisch angesprochen zu werden. Der Polizist reagierte aggressiv und beharrte: „Sie verstehen mich perfekt auf Spanisch, daher werde ich nicht auf Katalanisch mit Ihnen sprechen.“ Anschließend notierte er sich die Ausweise der Anwesenden.

Einen Monat später, am 27. Januar, erhielt der Bürger, der mit dem Beamten interagiert hatte, eine Geldstrafe von 300 Euro wegen Respektlosigkeit gegenüber einem Polizeibeamten. Er wandte sich an die Organisation „Plataforma per la Llengua“ (Sprachenplattform), um die NGO über den Fall sprachlicher Diskriminierung zu informieren. Zudem wies er auf Unregelmäßigkeiten in den gemeldeten Fakten hin, die als Grund für die Geldstrafe – Störung der öffentlichen Ordnung – angeführt wurden. Nach Einlegung eines Einspruchs stellte der junge Mann jedoch überrascht fest, dass die Strafe auf 601 Euro erhöht wurde, begründet mit dem sogenannten „Maulkorbgesetz“.

Fall_28-1

Weitere Informationen zu dem Fall erhalten Sie unter:

https://www.plataforma-llengua.cat/que-fem/noticies/5813/denunciem-que-la-guardia-urbana-de-barcelona-multa-i-castiga-amb-la-llei-mordassa-un-ciutada-per-defensar-els-seus-drets-linguistics

 

Foto:

https://www.totbarcelona.cat/

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