| Ort, Land | Athen, Griechenland |
| Jahr | 2020 |
| Betroffene Gruppe/Minderheit | Türkische Gemeinde in Westthrakien |
| Täter | Kyriakos Velopoulos, Premierminister Griechenlands |
| Fallart | Hassrede |
| Art der Handlung | Schriftlicher Angriff |
| Medien | Online-Plattformen/Kommunikationskanäle |
| Reaktionen | Mitglieder und zivilgesellschaftliche Organisationen der türkischen Gemeinde in Westthrakien verurteilten Velopoulos' Äußerungen auf Twitter aufs Schärfste. |
Kurzbeschreibung:
Am 23. März 2020 verhängte Premierminister Kyriakos Mitsotakis eine landesweite Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Dorf Echinos (Şahin) in Xanthi war das erste Dorf des Landes, das unter Quarantäne gestellt wurde, nachdem ein 72-jähriger Mann aus der türkischen Gemeinde in Westthrakien gestorben war.
Nach der Quarantäne des Dorfes Echinos twitterte Kyriakos Velopoulos, Vorsitzender der rechtsextremen Partei „Griechische Lösung“: „Echinos ist unter Quarantäne!!! Dort leben Ankaras Spione, die ständig in die Türkei ein- und ausreisen! Stellt euch vor, wie es in Erdoğans Türkei zugeht!“ Halit Habip Oğlu, Präsident des Verbandes der Westthrakischen Türken in Europa (ABTTF), verurteilte die rassistische Rhetorik: „Wir dürfen im Kampf gegen dieses Virus, das die gesamte Menschheit unabhängig von Herkunft, Religion, Ethnie oder sozialer Schicht bedroht, keinen Hass in der Gesellschaft säen. In Griechenland sitzen wir alle im selben Boot, ob Türken oder Griechen, Christen oder Muslime. Wenn wir das Virus nicht gemeinsam bekämpfen, werden wir alle die schlimmen Folgen zu spüren bekommen.“
Weitere Informationen zu dem Fall erhalten Sie über die folgenden Links:
https://www.abttf.org/arama-detail.php?id=6165
https://gundemgazetesi.com/haber/detay/6804
Foto: Shutterstock / Zorro Stock Images