Niederlande: Rassistische Äußerungen in einer Fernsehsendung
| Fall gemeldet von | Stichting Tumba (Diskriminierungs- und Ablenkungsorganisation von Fryslân) |
| Land | Fryslân, Niederlande |
| Jahr | 2024 |
| Betroffene Gruppe/Minderheit | Farbige Menschen und Migranten in den Niederlanden |
| Täter | Johan Derksen |
| Fallart | Hassrede |
| Art der Hassrede | Verbal |
| Medien : | Traditionelle Medien (Printmedien, Radio, Fernsehen) |
| Reaktionen : | Sowohl die Öffentlichkeit als auch die Behörden in den Niederlanden reagierten. |
Kurzbeschreibung:
Am 9. April 2024 griff der niederländische Journalist Johan Derksen in seiner Talkshow „Today Inside“ den Abgeordneten Habtamu de Hoop und dessen Recht auf Identität und Sprache – friesisch – verbal an. Der Politiker, der in einer friesischen Familie äthiopischer Herkunft aufgewachsen ist, behauptete in der Sendung, De Hoop sei kein Friese, so wie er selbst kein Surinamer sei. Damit implizierte er, die Hautfarbe bestimme die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.
Das Publikum reagierte negativ auf Dreksens Äußerungen, und bei der Antidiskriminierungs-Hotline Discriminatie.nl gingen über 1000 Beschwerden ein. Die Regierung, andere Abgeordnete und Politiker sprachen de Hoop ihre Unterstützung aus und verurteilten die rassistische Äußerung.
Weitere Informationen zu dem Fall erhalten Sie über die folgenden Links:
https://nltimes.nl/2024/04/10/football-pundit-johan-derksen-causes-outrage-racist-remarks